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Zur Zeit sind wir mit dem Einpflegen der Fälle in Verzug. Die Fälle ab Ende März bis jetzt werden voraussichtlich bis Anfang Juni 2020 eingepflegt sein. Bis dahin bitten wir um etwas Geduld.

7. Januar 2019

Mann (60) erstickt seine Ehefrau mit einem Kissen.

Er behauptete, seine Frau habe den Tod gewollt.

Er habe seiner Frau im Bett liegenden Frau im Januar 2019 so lange ein Kissen auf das Gesicht gedrückt, bis sie nicht mehr geatmet hatte, sagte der 60 Jahre alte Mann am Freitag im Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Nürnberg-Fürth. [...]

Wochenlang habe das Paar nach Möglichkeiten gesucht, gemeinsam in den Tod zu gehen. Sterbehilfe über einen Schweizer Anbieter sei nicht in Frage gekommen, weil zwar seine Frau, aber nicht er selbst die Anforderungen dafür erfüllt habe. Schließlich habe man gemeinsam den Erstickungstod als vergleichsweise humane Methode des Sterbens gewählt.

„Ich habe das Kissen so lange auf ihren Kopf gedrückt, bis sich der Brustkorb nicht mehr gehoben und gesenkt hat“, sagte der Mann. Anschließend habe er einen Cocktail aus Medikamenten eingenommen und die gemeinsame Wohnung in Brand gesteckt, mit dem Ziel auch selbst zu sterben. Durch die Hitze des Feuers sei er aber erwacht und habe sich instinktiv auf den Balkon gerobbt. Auf die Frage des Gerichts, ob der bereue, dass er noch lebe, antwortete der Angeklagte: „Ja.“

zuletzt aktualisiert am 22.03.2020